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Delphintherapie

Über die Delphintherapie gibt es leider keine eindeutigen wissenschaftlichen, unabhängigen Studien, die die Wirksamkeit der Therapie mit den freundlichen Meeressäugern belegen. Die Delphintherapie wurde von Dr. David E. Nathanson entwickelt. Bei den von ihm entwickelten Delfintherapien wird der Patient für die gute Mitarbeit bei den herkömmlichen Therapien besonders belohnt, indem nach der erfolgreichen Mitarbeit dann die Begegnungen mit den Delphinen folgen.

Es gibt aber auch andere Vorgehensweisen bei den Delfintherapien, bei denen die Therapie hauptsächlich in Zusammenarbeit mit den Delfinen abläuft. Zuerst wird der Kontakt zu den Meeressäugern außerhalb des Wassers hergestellt – danach folgt der direkte Kontakt mit den Delphinen beim Aufenthalt im Wasser.

Die Delphintherapie ist besonders geeignet für die Therapie von behinderten Kindern – zwar gibt es hierüber keine wissenschaftlichen Belege, aber die Geschichten und Berichte, die existieren sprechen für sich. Bei Autismus von Kindern oder auch Erwachsenen, bei Patienten mit dem Down-Syndrom und auch bei geistigen Behinderungen – auch infolge von Unfällen – kann eine Delphintherapie wirksam sein. Ebenfalls kann die Delfintherapie auch bei Patienten mit Depressionen, bei Krebspatienten und auch bei Opfern von Vergewaltigungen hilfreich sein.

Obwohl keine Studien hinsichtlich der Wirksamkeit der Therapien vorhanden sind, zeigen die Beobachtungen, dass die Delfine eine heilsame Wirkung auf die Psyche der Menschen haben. So konnte beobachtet werden, dass sich die Konzentration von autistischen Kindern nach der Therapie verstärkt und auch verlängert hat. Zudem waren die Kinder glücklicher nach den Begegnungen mit den freundlichen Meeressäugern. Bei behinderten Kindern wurde beobachtet, dass sich diese besser entspannen konnten und auch die Leistungsfähigkeit der Kinder nahm nach der Therapie zu. Auch bei Kindern mit dem Down-Syndrom konnten nach einer Therapie bessere Lernergebnisse erzielt werden. Patienten mit Depressionen gewannen wieder an Lebensmut und auch bei körperlich Behinderten konnte die Beweglichkeit gesteigert werden. Die Liste der Beispiele für die Wirksamkeit könnte noch viel länger ausgeführt werden. Dennoch wird die Delfintherapie weiter von einigen Wissenschaftlern bezweifelt, obwohl aufgrund einer Studie der Universität Würzburg im Jahr 2006 bei schwerstbehinderten Kindern im Alter zwischen 5 und 10 Jahren positive Therapieeffekte erzielt werden konnten. Seither wird im Tiergarten Nürnberg eine Delfintherapie angeboten. Diese muss allerdings von den Familien der Teilnehmer aus eigener Tasche finanziert werden – aufgrund des fehlenden wissenschaftlichen Nachweises der Wirksamkeit übernehmen die Krankenkassen hierfür auch keine anteiligen Kosten.

Hauptsächlich werden Delphintherapien in Israel oder in Amerika angeboten, bei denen die Tiere ihren Lebensraum in abgetrennten Meeresbuchten haben. Für die Kosten der Delphintherapie sind also die reinen Therapiekosten bei weitem nicht ausreichend. Meist müssen noch Flüge, Hotels, Transfers und auch die Verpflegung für die Mitreisenden einkalkuliert werden – für viele eine unbezahlbare Therapie.

Die Delphintherapie hat jedoch nicht nur bei den Wissenschaftlern ihre Gegner, auch seitens der Tierschützer wurden Bedenken geäußert, da eine artgerechte Tierhaltung in den Aquarien und den Delfinarien für die großen Meeressäuger nicht gewährleistet sei. Auch zahlreiche Biologen und auch ehemalige Delphintrainer sprechen sich gegen die Delphintherapie aus, da diese durchaus auch eine Gefahr für die Menschen darstellen kann. In den USA seien innerhalb von 5 Jahren etwa 18 Fällen Verletzungen bei Begegnungen von Menschen mit in Gefangenschaft lebenden Delfinen dokumentiert worden.

Die Delphintherapie ist also durchaus eine umstrittene Therapieform – trotz der positiven Berichte der Betroffenen.