Die Darmsanierung gehört zu den wichtigsten Maßnahmen, um unser Immunsystem aufzubauen und zu stärken. Der größte Teil unseres Immunsystems befindet sich im Darm und daher ist es äußerst wichtig, für eine gesunde Darmflora zu sorgen. Ist der Darm übersäuert oder träge, fördert das gestörte Immunsystem zunehmend verschiedenste Krankheiten. Bei einer gesunden Darmflora dagegen funktioniert das Immunsystem und der Körper kann sich gegen Krankheitseinflüsse effektiv wehren. Falsche Ernährung, zu viele Medikamente, Einnahme von Antibiotika und auch die Einnahme von Abführmitteln aufgrund von Verstopfungen schädigen die Darmflora und beeinflussen auch das Immunsystem des Menschen negativ.
Durch falsche Ernährung und weitere Faktoren bilden sich immer mehr Rückstände im Darm, die zu einem Gärungs- und Fäulnisprozess führen. Diese Gase verursachen Blähungen und Bauchschmerzen und wirken sich auf das Immunsystem aus. Eine ungesunde und zudem übersäuerte Darmflora bildet ein ideales Lebensumfeld für jegliche Pilze, die dann die Darmtätigkeit beeinflussen und das Immunsystem beeinträchtigen können. Da die alternative Heilmedizin bestrebt ist, die Ursachen für jegliche Krankheiten zu eliminieren, gehört eine Darmsanierung und der Aufbau einer gesunden Darmflora zu den wichtigsten Behandlungsbereichen.
Die Darmsanierung beginnt mit der sanften Darmentleerung und der gleichzeitigen Entsäuerung des Darms. Dies kann zum Beispiel durch die richtige Einnahme von Magnesiumsulfat Bittersalz geschehen. Dieses Mittel wird zwar auch als Abführmittel eingesetzt, aber im Zuge einer mehrwöchigen Kur kann dadurch der Darm gereinigt und von Säureschlacken befreit werden und die Darmflora wieder erneuert und aktiviert werden. Durch eine Kur, die in der ersten Woche täglich durch das morgendliche Trinken eines gestrichenen Teelöffels des Salzes in lauwarmem Wasser eine halbe Stunde vor dem Frühstück beginnt, wird der Reinigungsprozess in Gang gesetzt. Wichtig ist dabei, dass in der halben Stunde nach der Einnahme des aufgelösten Salzes keinerlei Flüssigkeit getrunken und keine Speisen verzehrt werden. Man sollte lediglich bedenken, dass zu Beginn der Darmsanierungstherapie immer sehr schnell eine Toilette erreichbar sein sollte. Nach den ersten Tagen legt sich dieses Problem allerdings und der Patient wird eine Veränderung der Lebensqualität spüren. Ohne jegliches Völlegefühl und Gasbildung im Darmtrakt fühlt sich jeder Körper viel wohler, als wenn er mit der Bildung von Gasen und Blähungen zu kämpfen hat. Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten der ersten Schritte bei der Darmsanierung, hier wird der Heilpraktiker oder die Heilpraktikerin immer eine für den Patienten geeignete und auf dessen Bedürfnisse abgestimmte Therapievariante wählen. Eine regelmäßige Bauchmassage im Magen-Darm-Bereich, die jeder auch selber durchführen kann, unterstützt die Darmsanierung. Bei der Bauchmassage ist darauf zu achten, dass diese im Uhrzeigersinn ausgeführt wird und falls an bestimmten Stellen Schmerzen auftreten, sollte der Heilpraktiker entsprechend bei der nächsten Therapietermin informiert werden.
Während der Zeit der Darmsanierung sollte auch besonders auf eine gesunde Ernährung mit basischen Produkten wie Kartoffeln, Reis und viel Gemüse geachtet werden. Und auch nach der erfolgreichen Therapie ist eine entsprechende Ernährung, die den Darm nicht belastet und zu keinen Säureschlacken führt, für die Gesundheit des Patienten förderlich. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr durch das Trinken von natürlichem Mineralwasser oder Kräutertees ist während der Darmsanierung außerdem sehr wichtig und sollte auch im normalen Alltag immer zu den Grundvoraussetzungen gehören. Dabei sollte auf jegliche kohlensäurehaltigen Getränke verzichtet werden.
Ein gesunder Darm ist das A und O für einen gesunden Körper mit einem intakten Immunsystem und gehört zu der ganzheitlichen Behandlung von Körper, Geist und Seele bei der Alternativmedizin und der Naturheilpraxis.
