Mit Ohrkerzen wird das Ohr auf sanfte und angenehme Art gereinigt, aber auch sämtliche Nebenhöhlenprobleme behandelt. Bei der Ohrkerzenbehandlung verbinden sich Ohrmassage, Behandlung von verschiedenen Krankheiten, Entspannung und Ohrhygiene. Neben der Behandlung, die durch Wärme für einen Druckausgleich in den Gehörgängen und den Nasennebenhöhlen sorgt, werden zudem auch der lymphatische Rachenring erreicht und gleichzeitig die Akupunkturpunkte am Ohr stimuliert. Die Behandlung mit Ohrkerzen geht zurück bis auf den Indianerstamm der Hopi in Nord- und Südamerika, daher werden Ohrkerzen oft auch als Hopi-Kerzen bezeichnet. Bereits vor mehreren tausend Jahren wurden Ohrkerzen zur Behandlung von Rachen- und Nebenhöhlenschmerzen und natürlich von Ohr- und Kopfschmerzen eingesetzt. Die Ohrkerzen-Behandlung ist nicht nur absolut ungefährlich, sondern zudem auch äußerst angenehm und sehr entspannend. Für Kinder ist diese Behandlungsart ebenfalls sehr angenehm und durch den Heilpraktiker problemlos anzuwenden. Ohrkerzen sollten allerdings nicht selbst angewandt werden, um eine falsche Handhabung oder die Gefahr von Verbrennungen zu vermeiden. Viele Heilpraxen bieten Ohrkerzenbehandlungen an oder führen diese auf Wunsch durch.
Wie funktioniert eine Behandlung mit Ohrkerzen?
Durch die Anwendung von Ohrkerzen wird ein Kamineffekt in den Gehörgängen bewirkt, der eine angenehme Massage für das Trommelfell verursacht. Durch einen entstehenden Unterdruck wird durch den natürlichen Druckausgleich Reinigungsfluss im Ohrbereich angeregt und der Sekretfluss erhöht, der für eine Absonderung von Keimen und Bakterien im Ohr sorgt. Die Wärme in den Gehörgängen und den Nebenhöhlen regt die Durchblutung an und fördert gleichzeitig die Abwehrkräfte der Lymphe.
Wie werden die Ohrkerzen angewandt?
Bei der Ohrkerzenbehandlung wird bei vielen Heilpraktikern und Naturheilpraxen zuerst das ganze Ohr sanft massiert, was für den Patienten äußerst angenehm ist. Danach wird die Ohrkerze auf den äußeren Gehörgang aufgesetzt und anschließend angezündet, wobei der Patient dabei seitlich bequem liegt. Der Heilpraktiker deckt während des Abbrennens das zu behandelnde Ohr mit der Handfläche ab und umfasst dabei die Ohrkerze. So entsteht eine noch höhere Wirkung der angenehmen Wärme in den Gehörgängen und dem Nebenhöhlenbereich. Nach dem Abbrennen der Ohrkerze, das etwa 10 bis 15 Minuten dauert, wird das Ohr sanft von Rückständen gereinigt und nochmals sanft massiert. Danach ruht der Patient einige Minuten, bevor dieselbe Behandlung am zweiten Ohr durchgeführt wird.
Was kann man durch Ohrkerzen behandeln?
Die Sinusitis, die Entzündung der Nasen-Nebenhöhlen ist eine der Hauptkrankheiten, die mittels Ohrkerzen behandelt wird. Die Ohrkerzenbehandlung kann auch bei Tinnitus, Migräne, Schnupfen, Ohrensausen und selbstverständlich zur Ohrhygiene eingesetzt werden. Aber auch bei Stress, Hyperaktivität und Ohrgeräuschen kann eine entspannende Behandlung mit Ohrkerzen sinnvoll sein. Bei Kopfschmerzen, eingeschränktem Hörvermögen und einfach zur Entspannung sind Ohrkerzen eine angenehme und wohltuende Behandlung beim Heilpraktiker oder in Naturheilpraxen.